Freitag, 12. Januar 2018

Rezension --> Barbara Leciejewski - Versuchen wir das Glück



Versuchen wir das Glück - Barbara Leciejewski
E-Book - 254 Seiten 
Genre: Populäre Belletristik 
Erhalten über #NetGalleyDE vom Verlag als Rezensionsexemplar

Die erste Liebe, nie vergessen und doch komplett aus den Augen verloren, 25 Jahre lang nichts voneinander gehört, gesehen, mitbekommen und plötzlich steht sich das ehemalige Paar am Bahnhof gegenüber.
Und setzt sich mit dem auseinander, was vor, bei, direkt nach der Trennung nicht möglich war: Mit den gemeinsamen Jahren, denen danach und warum es kam, wie es kam.
Einfühlsam beschreibt Barbara sowohl die Gegenwart, die Stunden in dem Bahnhofslokal, während des Wartens auf eine Weiterfahrt als auch die Vergangenheit, aus den Blickwinkeln beider Betroffener.
Berührend erzählt sie die Entwicklung, das Erwachsenwerden der älteren Teenager, ihr Zueinanderfinden als Paar, ihr Auseinanderdriften weil die Entwicklung nicht so verläuft wie sie sich das vorgestellt, gewünscht, erträumt hatten.
Feinsinnig bleibt auch das aktuelle Leben nicht außen vor und beide erkennen jetzt, nach dieser langen Zeit ohne einander, den wenigen Stunden (wieder) miteinander, dass es für sie nur eines gibt: „Versuchen wir das Glück“



Hin- und hergerissen hat mich die Geschichte, hatte ich zwischendrin Gedanken an meine erste Liebe und wie es wäre, wenn …. Mitgefühlt habe ich, mitgelitten, ja ich war dabei, voll und ganz und dafür danke ich der Autorin ganz herzlich.


Trotzdem muss ich einen halben Punkt abziehen, denn das Ende, das war nicht schön geschrieben, erzählt. Die Spannung steigt und steigt und es dauerte bis zur vorletzten Seite (oder so), bis ich endlich die richtigen – für mich richtigen – Worte lesen konnte. Da hätte ich mir etwas mehr von den Gefühlen aus den vorhergehenden Seiten gewünscht und vielleicht etwas mehr, ausführlicher ….


Auf jeden Fall werde ich Barbara Leciejewski im Auge und Hinterkopf behalten, hat mir sehr gefallen und ich kann das Buch guten Herzens weiterempfehlen, schon allein wegen des zarten, wunderschönen Covers, das doch auf den Inhalt abzielt, auch wenn es im ersten Moment nicht so aussieht.


Fünf Chaospunkte, weil ich dann doch wieder aufrunde
#VersuchenWirDasGlück #NetGalleyDE



 

Mittwoch, 10. Januar 2018

Rezension --> Elisabeth Marienhagen - Sherlock Holmes und die Dame in Violett


Sherlock Holmes und die Dame in Violett - Elisabeth Marienhagen
E-Book - 97 Seiten 
Genre: Krimis und Thriller 
Erhalten als Rezensionsexemplar 


Sherlock Holmes, bereits als Jugendliche habe ich die Geschichten rund um ihn und seinen Freund Dr. Watson geliebt und nun fiel mir eine Reihe in die Hände, bzw. der letzte Teil davon, in der sich mehrere Autoren/Innen zusammentaten und neue Geschichten erzählen.


Elisabeth schrieb über die „Dame in Violett“ und hat das wundervoll gemacht. Ich fühlte mich zurückversetzt in die Zeit, als ich mit den Originalen anfing, doch dieser „frische“ Fall hinkt keineswegs hinterher. Die Autorin schreibt im “Holmes“-Stil und die Geschichte könnte ruhig noch viel länger sein.
Ich habe mich wohlgefühlt und viel zu wenig Zeit in London verbringen können. Gerne mehr davon, Elisabeth. Fünf Chaospunkte


 

Rezension --> Matthew Costello, Neil Richards – Eine alte Schuld


Eine alte Schuld - Matthew Costello, Neil Richards
E-Book - 331 Seiten 
Genre: Krimis und Thriller 
Erhalten über 'NetGalleyDE vom Verlag als Rezensionsexemplar


Bei Ausgrabungen werden Knochen gefunden. Nichts Ungewöhnliches, doch diese Knochen sind relativ frisch. Da stören sich Jack und Sarah auch nicht daran, dass gerade der Jahrmarkt in Cherringham, einer beschaulichen Kleinstadt in den englischen Cotswolds, stattfindet und Jack an sich genug mit der Organisation zu tun hätte. Die beiden ermitteln auf eigene Faust, und haben ganz andere Möglichkeiten als die zuständigen Beamten.



 

Ja, ich gebe es zu, hier lockte mich neben dem Cover auch die Vorfreude auf einen englischen Krimi, ich liebe sie einfach und hoffe immer auf den gewissen Humor, der da einfach nicht fehlen darf. Und er war auch da. 
Es ging nicht nur um Mord und Totschlag, das Privatleben wurde ebenso „abgehandelt“, was mir auch sehr liegt.

Trotzdem fehlte mir irgendwie die Vorgeschichte. Recherchen ergaben, dass es sich bei diesem Buch um Band 2 der Cherringham Krimis handelt, früher aber schon ganz viele Kurzgeschichten mit den beiden Protagonisten erschienen sind, die ich alle nicht kenne, aber eventuell den Zusammenhang etwas erklären würden. Ich kann es nur vermuten und sagen, dass mir zwar der Krimi mit allem Drum und Dran sehr gut gefallen hat, ich fand ihn „very british“, aber die Hintergründe etwas zu diffus waren, ich mir irgendwie zu viele Sachen zusammenreimen musste. Was ja an sich nicht verkehrt ist, aber … *zwinker
 

Auf jeden Fall werde ich die Autoren im Kopf behalten und ggfs. mehr von ihnen lesen, sollte mein Tag urplötzlich mehr Zeit hergeben können. Vier Chaospunkte
#EineAlteSchuld #NetGalleyDE


 

Rezension --> Sarah Vaughan – Das Haus der verborgenen Träume


Das Haus der verborgenen Träume - Sarah Vaughan
E-Book - 369 Seiten 
Genre: Gegenwartsliteratur 
Erhalten über 'NetGalleyDE vom Verlag als Rezensionsexemplar


Es handelt sich um eine Geschichte in der Gegenwart, die immer wieder in die Vergangenheit abdriftet, in den 2. Weltkrieg. 

Zwei Geschwister werden aus London nach Cornwall evakuiert und dort in einer Farmerfamilie aufgenommen.
Die Tochter des Hauses und der Londoner Junge schließen nicht nur Freundschaft, doch die Eltern des Mädchens wissen mehr zu verhindern.


In der heutigen Zeit ist das Mädchen bereits Urgroßmutter, kann die Vergangenheit aber nicht vergessen.
Ihre Enkelin ist bereit, das Geheimnis von damals zu lüften.



Das Cover hat mich verleitet, mich für dieses Buch zu bewerben und natürlich die Landschaft, in der die Geschichte spielt. Die Beschreibungen von Cornwall konnten mich auch begeistern, die Geschichte selber nicht so wirklich. Ich fand sie etwas flach, die Charaktere waren mir nicht greifbar genug, um wirklich in sie einzutauchen. Das lag keineswegs am durchaus eingängigen Stil der Autorin, der sich flüssig lesen lässt, aber doch auch etwas langweilig rüberkommt, weil eben die handelnden Personen alle zu oberflächlich dargestellt werden.
Schade dafür, hatte mir mehr versprochen nach dem Klappentext, aber es war sehr vorhersehbar und die Spannung, die durchaus auch in diesem Genre vorkommen kann, fehlte mir komplett.
Leider nur drei Chaospunkte

#DasHausDerVerborgenenTräume #NetGalleyDE


 

Donnerstag, 4. Januar 2018

Rezension --> S. Jae-Jones – Wintersong



Wintersong - S. Jae-Jones
E-Book - 462 Seiten  
Genre: Fantasy  
Erhalten über 'NetGalleyDE vom Verlag als Rezensionsexemplar


Wer kennt sie nicht, die Sage von Johann Wolfgang von Goethe über den Erlkönig?
Elisabeth, auch Liesl genannt, jedenfalls wuchs damit auf, denn ihre Großmutter war und ist stets darauf bedacht in dieser einen, der längsten Nacht des Jahres, alles zu tun, dass der Erlkönig keinen Erfolg hat mit seinem Vorhaben, ein Mädchen in die Unterwelt zu entführen.
Doch ihre Schwester ist ganz anders und gegen die Verlockungen nicht gefeit. So folgt sie dem charismatischen König und Liesl muss ihre Schwester retten.

Ich fand ganz schlecht in die Geschichte, denn der Anfang war sehr langatmig und drehte sich nur um die Unzufriedenheit Liesls mit ihrem Leben, die sich permanent um andere kümmerte, statt ihr Leben in den Griff zu bekommen. So richtig wohl habe ich mich die ganze Zeit nicht in der Geschichte gefühlt, vielleicht hatte ich zu hohe Erwartungen, keine Ahnung.
Mir war es zu düster, zu wenig greifbar, zu …. Ich kann es nicht genau sagen. Bei jedem neuen Kapitel dachte ich, jetzt … jetzt passiert etwas Entscheidendes und wurde wieder enttäuscht. Auch als Liesl dann in der Unterwelt ankommt,  ist die Atmosphäre mystisch, aber ungut mystisch.

Wer mich kennt, merkt gerade wie sehr ich nach Worten suche *seufz


Der Schreibstil ist wunderschön, illustrativ und einnehmend.


Das Cover lädt zum Träumen ein in seiner Schlichtheit, ebenso wie die Illustrationen am Anfang jeden Kapitels.


Die Geschichte selber ist ….. wie sie hier zu lesen ist ….. nicht meines. Wie schrieb eine Rezensentin: >>ich kann mir erklären, warum es die Geister scheidet, denn entweder liebt man dieses Buch oder man lehnt es ab.<< (Zitat Rezension Lupo) und ich gehöre eher zur zweiten Gruppe, vergebe allerdings dennoch drei Chaospunkte, wegen oben angemerkter Pluspunkte.


#Wintersong #NetGalleyDE